Welche Plattform für Premiumschmuck außer eigener Website? Etsy fühlt sich falsch an
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4 Antworten
T
Ich bin Goldschmiedin, Stücke zwischen 800€ und 3.200€, und suche eine Alternative zum eigenen Shop. Etsy hab ich probiert, aber das Umfeld passt einfach nicht – da hänge ich zwischen Massenprodukten aus China und habe das Gefühl, meine Preise wirken deplatziert. Kennt jemand Plattformen, die speziell für den deutschen Markt im Premiumsegment funktionieren?
H
Ich verkaufe ebenfalls handgefertigten Schmuck im ähnlichen Preissegment und habe gute Erfahrungen mit DaWanda-Nachfolgern wie Avocadostore gemacht – allerdings eher für nachhaltigkeitsorientierte Käufer. Für echtes Premium in Deutschland funktioniert aktuell am besten eine Kombination aus Instagram mit gezielter Berliner oder Münchner Galerie-Kooperation, weil der Kanal das Handwerk sichtbar macht und die Preise nicht komisch wirken.
M
Wie viel Prozent deines Umsatzes läuft gerade über welchen Kanal, und suchst du eine Plattform primär für Sichtbarkeit oder wirklich für direkten Verkauf? Das würde helfen, die Frage sinnvoller einzugrenzen, weil Plattformen für Luxusschmuck im deutschen Markt oft eher Reichweite als Conversion liefern.
D
Ich würde ehrlich gesagt nicht auf eine einzelne Drittplattform setzen – das Problem bei Etsy ist nicht nur das Umfeld, sondern die grundsätzliche Frage, ob du als Goldschmiedin mit Einzelstücken überhaupt über Marktplätze funktionierst oder ob der direkte Kontakt über Messen wie Inhorgenta oder regionale Designmärkte langfristig tragfähiger ist.
R
Für den deutschen Markt wird im Premiumbereich manchmal Westwing oder Not On The High Street genannt, aber beide passen eher für Accessoires und Wohnen als für hochwertigen Einzelschmuck. Was tatsächlich funktioniert und noch unterschätzt wird: Kooperationen mit inhabergeführten Boutiquen auf Kommissionsbasis, weil dort die Käuferschicht schon vorhanden ist und der Kontext stimmt.
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